Die Schwangerschaftsbetreuung beinhaltet die Gesundheitsvorsorge, Beratung und Untersuchung vor, während und nach der Schwangerschaft. Von der Krankenkasse werden in der normalen Schwangerschaft 7 Kontrolluntersuchungen und 2 Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft sowie die gynäkologische Kontrolle 6 Wochen nach Geburt übernommen.
Bei vorbestehenden Erkrankungen oder unvollständigem Impfstatus (Röteln nicht 3x geimpft, Keuchhusten und Tetanus vor mehr als 10 Jahren geimpft) empfiehlt sich eine Beratung vor der Schwangerschaft. Mit Umsetzung des Kinderwunsches (optimal 4 Wochen vor der Schwangerschaft) sollten sie Folsäure (0.4 mg/d) zur Prophylaxe einnehmen. Mittels Folsäure kann das Auftreten von Neuralrohrdefekten beim Kind um 70-100% gesenkt und das Vorkommen von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, angeborenen Herzfehlern, Gliedmassendefekten, Analatresie und Fehlbildungen der ableitenden Harnwege deutlich reduziert werden.
Zwischen der 6. bis 8. Schwangerschaftswoche empfiehlt sich die erste gynäkologische Kontrolle.
Unter http://www.wunschkinder.net/interaktiv/schwangerschaftskalender/
können sie ihre wahrscheinliche Schwangerschaftswoche (SSW) und ihren voraussichtlichen Geburtstermin berechnen.

1. Schwangerschaftskontrolle: Bei dieser ersten Kontrolle erfolgt ein Ultraschall zur Bestimmung des Schwangerschaftsalters (teilweise stimmt dieses nicht mit der letzten Periode überein), ob es sich um eine Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft handelt und zur richtigen Lage der Schangerschaft in der Gebärmutter (nicht im Eileiter). Zusätzlich werden ein Krebsabstrich (falls der letzte länger als 6 Monate her ist) und ein Bakterienabstrich abgenommen und mittels Blutentnahme ihr Hämoglobin-, Eisen- und Schilddrüsenwert sowie ihre Infektions-und Impfwerte bezüglich Röteln. Masern, Mumps, Hepatitis, Toxoplasmose und Syphilis bestimmt.

weitere Schwangerschaftskontrollen: Diese erfolgen ungefähr im Abstand von 6 Wochen bis zur Geburt. Bei diesen Kontrollen wird jeweils ihr Allgemeinbefinden geprüft, Blutdruck und Puls werden gemessen, Infektionen der Blase und der Scheide ausgeschlossen sowie die kindlichen Herztöne kontrolliert. Bei Wunsch ist es möglich diese Kontrollen im Wechsel beim Arzt und bei der Hebamme durchzuführen.

Ersttrimesterscreening: Dieser Ultraschall findet zwischen 11. Und 14. statt und legt nochmals das Kindsalter genau fest. Es werden schwere Fehlbildungen z.B. bezüglich der Extremitäten, des Kopfes und der Körpergestalt ausgeschlossen. Mit Hilfe der Dicke der Nackenfalte und anderen sonografischen Markern können Hinweise auf Trisomien, insbesondere Trisomie 21 gefunden werden. Auf Wunsch kann eine spezielle Kalkulation aus dem Alter der Schwangeren, der Dicke der Nackenfalte und bestimmten Blutwerten das Risiko des Kindes für Eine Erkrankung mit Trisomie 21, 13 und 18 berechnen. Bei Wunsch nach noch genauerer Abklärung bezüglich Trisomie 21, 13 und 18 sowie Monosomie X ist ein Panorama-Test möglich, welcher die „kindlichen Gene“ im Blut der Mutter untersucht. Der Panorama-Test wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Organscreening: Dieser Ultraschall findet in der 20.-23. SSW statt. Es wird das kindliche Wachstum, die Fruchtwassermenge sowie die Plazentalage kontrolliert. Auch hier werden wieder schwere Fehlbildungen des Skeletts und auch der Organe ausgeschlossen. Ausserdem wird mittels Dopplersonographie die Durchblutung der Gebärmutter und der Nabelschnur kontrolliert.

3D/4D-Ultraschall: Mittels 3D-Ultraschall lassen sich die Körperkonturen besser darstellen, so dass dieser z.B. bei Verdacht auf eine Lippenspalte zur besseren Darstellung zum Einsatz kommt. Natürlich lässt sich auch das Gesicht des Kindes schön sehen oder z.B. ein Füsschen plastisch darstellen. Bei solchen „Fotos“ handelt es dann aber um eine Zusatzleistung. Für ein schönes „Foto“ vom ganzen Kind ist der Zeitraum von der 12. – 16. SSW udnfür ein „Foto“ vom Gesicht der Zeitraum 26. – 36. SSW am optimalsten geeignet. Die richtige Lage des Kindes (nicht zum Rücken der Mutter gedreht usw.) und genügend Fruchtwasser sind Voraussetzung für ein gutes Bild. Beim 4D-Ultraschall handelt es sich um einen 3D-Ultraschall bei welchem gleichzeitig die Bewegungen des Kindes aufgezeichnet werden.

Geburtsmodus: Gegen Ende der Schwangerschaft wird abhängig von der Kindslage, vorbestehenden Erkrankungen, Schwangerschaftserkrankungen und persönlichen Wünschen der für sie optimale Geburtsmodus besprochen.

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